Koan Finale dahoam Drucken
2.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Freitag, den 04. Oktober 2019 um 18:49 Uhr

VfL96 II raus aus Reservepokal – Platzzustand fragwürdig – Franke stark als „Nr.3“

Spielbericht

Schade, aus, vorbei! Die angenehme Vorstellung am 1. Mai des Jahres 2020 im heimischen „HWG – Stadion am Zoo“ das Finale um den „Stadtpokal für Reservemannschaften“ spielen zu können, pulverisierte sich am gestrigen Donnerstag jäh auf der Anlage des SV Grün – Weiß Ammendorf. Beim Vertreter der 2. Stadtklasse Grün – Weiß Ammendorf II, zog die zur neuen Saison verstärkte zweite der Blau – Roten mit 5:7 nach Elfmeterschießen (3:3, 4:4 n.V.) den Kürzeren und schied aus. Die Ursachen dafür lagen dabei weder am äußerst schlechten Platz noch am Feldverweis für Henry Hille nach Tätlichkeit, sondern einzig und allein an eigenen Fehlern der eine Liga höher spielenden 96er. Freilich ein wenig Pech war auch dabei. So, als Martin Zerban bereits früh aus knapp 18 Metern nur den Pfosten traf (5.), dem debütierenden Steffen Gerloff im Strafstoßschießen das gleiche Schicksal ereilte oder GWA II – Hüter Philip Bernhardt einen von Zerban aus der Distanz abgesandten scharfen Ball aus dem oberen Torwinkel kratzte. Eine große Tat des körperlich eher kleinen Akteurs zwischen den Pfosten der Gastgeber (77.)!


In Summe ließen die Blau – Roten vorn zu viele eigene Torchancen ungenutzt liegen (9.,13., 24.,74.,77.,90.+1,100.,110.,112.) und zeigten sich bei der Mehrheit der Gegentreffer auch im Abwehrverhalten zu weit weg von den Gegenspielern, im Defensivverhalten phasenweise zu unsortiert (1:2, 33., 2:3, 51., 3:3, 60.). Letztgenanntes darf dann in der Spielauswertung mit als Ursache dafür herangezogen werden, dass es den 96ern zweimal nicht gelang aus einem 2 – Tore - Vorsprung letztlich mehr zu machen. Dabei konnte man sich auch  bei Volkmar Franke bedanken der aufgrund des Fehlens von Boris Mocek und Ralph Backe als „Nummer 3“ zwischen die Pfosten rotierte und seine Sache dort sehr ordentlich machte (7.,19.,90., einen 11er gehalten), bei den Gegentoren jedoch machtlos war. Da sollte es final auch nichts nutzen, dass David Medina mit seinem Ausgleichstreffer zum 4:4 wohl das „Tor des Spiels“ gelang. Mit langem Ball von Dominic Möhle in Szene gesetzt zieht Medina frei in Richtung Tor, sieht Bernhardt sein Tor verlassen und vollendet aus gut 20 Metern Torentfernung mittels Heber (114.). Somit war zumindest die Rettung in das Strafstoßschießen gesichert, in welchem dann die Gastgeber das bessere Ende für sich hatten. In Summe auch nicht unverdient, da sie auch nach 2 Rückständen nie aufgaben und die Fehler der 96er zu nutzen verstanden. Das Strafstoßschießen an sich erinnerte im Verlauf so ein wenig an den 7.Mai des Jahres 1986 als sich im Finale des Europapokals der Landesmeister, heute CL,  Steaua Bukarest und der FC Barcelona gegenüberstanden und die favorisierten Katalanen dem rumänischen Armeeklub mit 0:2 im Strafstoßschießen unterlagen. Dem genügten letztlich 2 Treffer, da Barca mit 4 Fehlschüssen aufwartete.

Positiv: Erstmals standen alle 5 Sommerzugänge der SG05 Halle im Kader, auf dem Platz. In diversen Einzelaktionen, ein Zusammenspiel war bei den Platzverhältnissen so gut wie nicht möglich, zeigte sich, dass die Einfindung in das neue Umfeld immer besser wird und man von einem Zugewinn an Qualität bereits in dieser frühen Saisonphase sprechen kann.

Zu langen Grübeleien bleibt zum Glück auch nicht viel Zeit, denn bereits am Samstag, 5.10.2019, ist die Mannschaft wieder im Ligabetrieb gefordert. Um 13:00 Uhr ertönt der Anpfiff auf der Anlage des ehemaligen Sanitätsbataillons, Nordstraße, in Heide – Nord. Zum Spitzenspiel empfängt der aktuelle Spitzenreiter den Tabellendritten, Roter Stern Halle III – VfL96 II .

Torfolge

0:1, Holst, 28.
0:2, Holst, 30.
1:2, Prinzler, 33.
1:3, Holst, 48.
2:3, Balzer, 51.
3:3, Knack, 60.
4:3, Prinzler, 102.
4:4, Medina, 114.

Strafstoßschießen:

G.W. Ammendorf

VfL Halle 96

Marc Jauckus (vorbei)





Steffen Gerloff (Pfosten)
Mukutschik Safarjan



Dominic Möhle(vorbei)
Frank Prinzler (Franke hält)




Christopher Holst (drüber)
Stefan Balzer



Tino Spieker
Marcel Knack


Der VfL spielte mit: Franke, Schultheis, Kryschak, Hille (40. PV), Algner (67. Gerloff), Medina, Holst, Zerban (102. Tomic), Deumer (91. Eisenschmidt), Möhle, Spieker