Kellerderby mit ungleichen Vorzeichen Drucken
1.Mannschaft
Geschrieben von: MZ-Web.de   
Freitag, den 23. März 2012 um 10:24 Uhr

MZ-WebSie ist zwar nur imaginär. Und trotzdem - liga- und sportartenübergreifend - verhasst. Denn ihr Besitzer gilt als Loser schlechthin. Die Rede ist von der Roten Laterne. Auch der VfL 96 hat eine solche. Der Fußball-Oberligist hat aber auch Samstag die Chance, sie weiterzugeben. Denn der 14. der fünfthöchsten Spielklasse trifft auf den 13. , Gastgeber Wacker Gotha.

Zwei Punkte trennen die beiden derzeit. Was den Hallensern Mut macht: Sie sehen sich nach einer guten, wenn auch noch glück- und punktlosen Partie gegen Piesteritz und dem 3:0-Erfolg bei Aues Reserve auf dem Weg nach oben. Gotha dagegen befindet sich auf einer rasanten Talfahrt. Beim 0:5 zuletzt gegen Luckenwalde blamierte sich der Vorletzte bis auf die Knochen.

"Natürlich wollen wir die Chance nutzen", sagt VfL-Trainer Lars Holtmann. Er hofft auf einen Plätzetausch. Die Voraussetzungen sieht er gegeben. Denn seine Männer überzeugten in den letzten Spielen mit "hundertprozentigem Einsatz und der richtigen Einstellung". Schon im Training geben alle richtig Gas. Holtmann: "Wer das im Training nicht tut, der macht das im Spiel auch nicht."

Nach dem peinlichen 2:2 gegen Gotha in der Hinrunde hatte er beim VfL das Kommando übernommen, die Mannschaft seitdem umgekrempelt. "Unser Kader ist klein. Für die Rahmenbedingungen, die wir haben, macht die Truppe das gut", sagt Holtmann. Der Kampfgeist ist geweckt.

Damit scheint er einen Schritt weiter zu sein als seine Gothaer Kollegen. "Kein Herz, keine Laufbereitschaft, keine Leidenschaft. Bei uns hat heute alles gefehlt, was Fußball ausmacht", hatte Wackers Mannschaftsleiter Steven Hoppert nach der Luckenwalde-Pleite beklagt. Da die Abstiegsangst fehlt - Gera und Borea Dresden haben sich mangels Geld freiwillig zurückgezogen - sollen die Spieler an der Ehre gepackt werden. "Für uns zählt nur ein Sieg", sagt Hoppert und fordert Wiedergutmachung.