Nichts zu holen im Leutzscher Holz Drucken
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Donnerstag, den 11. April 2019 um 17:36 Uhr

Erste Treffer für Chemie nach individuellen Fehlern, umstrittener Platzverweis für Kind

Spielbericht

Seitens der Gastgeber und des vorfrühlingshaften Wetters war angerichtet, um im „Alfred Kunze Sportpark“ zu Leipzig-Leutzsch einen unterhaltsamen Fußballabend in Sachen Oberliga-Süd zu erleben. Das am Ende der Veranstaltung die Freude einzig bei Spielern und Fans der BSG Chemie lag war sicher nicht die ganz große Überraschung, doch hatten die 96er daran auch ihren Anteil.

Nachdem die ersten Torabschlüsse der Chemiker (4.,9.) noch nicht die ganz große Gefahr ausstrahlten und durch VfL-Schnapper Nicolas Waite entschärft werden konnten, hatte Waite dann seinen unfreiwilligen Anteil am 1:0 der Grün-Weißen. Einen Abschluss durch den Ex-96er Alexander Bury kann Waite nicht festhalten, den Abpraller versenkt Daniel Heinze aus Nahdistanz zur frühen Führung (16.). Nur 5 Minuten später vertändelt ein VfL’ler den Ball im unnötigen Zweikampf mit Bury, der setzt Kay Druschky in Szene und mit Lupfball über Waite hinweg erzielt dieser das 2:0 (21.). Und die Blau-Roten vom Halleschen Zoo? Die hatten ihren ersten nennenswerten Angriffsversuch Minuten nach dem 2:0. Steven Niesel steckt schön zu Sven Schlüchtermann durch, welcher sich jedoch knapp im Abseits befindet (25.). Kurz nach dieser Aktion aber fast das 3:0 für die BSG. Ein Freistoß von der linken Strafraumkante klatscht an den 2.Pfosten (28.). Dann ist wiederum Niesel der Vorlagengeber, diesmal für Benjamin Gnieser. Dessen Torschussversuch stellt dann aber kein großes Problem für BSG-Hüter Latendresse-Levesque dar (36.). Mehr Gefahr strahlt dann schon der nächste Abschluss von Gnieser aus. Von der rechten 16er-Kante abgeschlossen, wird der Ball zum Eckstoß geklärt (41.). Mit einer 2:0-Führung der Gastgeber ging es dann in die Pause.

Mit Wideranpfiff spielten die Leutzscher dann in Richtung ihrer Fanwand, welche für Fünftligaverhältnisse immer noch ein imposantes Stimmungsbild abgibt. Und genau auf dieser alten steilen Betontribüne steppte dann auch der Bär, als Bury links in der Box auf den 2. Pfosten abschließt und zum 3:0 trifft (59.). Einen Freistoß von Druschky im Anschluss, kann Waite zur Ecke klären (62.). Eine Abschlussaktion durch Lukas Englich, nach Ableger per Kopf durch Tommy Kind, wird geblockt (68.). Kurz danach visiert Linus Lorenz von der linken Strafraumkante den oberen Winkel am 1.Pfosten an, Lattendresse-Levesque klärt zum Eckstoß (71.). Danach legt sich Kind die Kugel zur Ausführung eines Freistoßes zurecht und verwandelt sehenswert aus gut 20 Metern in den oberen Torknick zum 3:1 (72.). Damit war der Endstand des Spiels erreicht. Auch weil Waite nochmals einen Distanzschuss von Druschky abwehren konnte (73.).

In einem insgesamt sehr fairen Spiel kam es dann kurz vor dessen Ende noch zu einem höchst umstrittenen Platzverweis für Kind. Dieser geht, wie zigfach in jedem Spiel auf diesem Planeten zu sehen, nach einer Eingabe in Richtung Ball. Den gleichen Entschluss fasst Lattendresse-Levesque und zum Entsetzen aller Beteiligten und zur Überraschung der meisten Zuschauer zückt Spielleiter Matthias Alm (Fürstenwalde/Spree) die gelbe und rote Karte (87.). Damit steht Kind seiner Mannschaft am kommenden Samstag gegen Sandersdorf definitiv nicht zur Verfügung. Ungeklärt ist, mit welchen Erkenntnissen SGU-„Späher“ Richard Wiesner die Heimreise angetreten hat.

Ein klares Lob dagegen in Richtung der mitgereisten VfL-Fans, welche in ordentlicher Anzahl im „AKS“ das Team unterstützten und an die Stadionheft-Redaktion der Chemiker für das gelungene Gästeporträt.

Der VfL spielte mit: Waite, Englich, Schiller, Aljindo, Worbs (62. Kowalewicz), Niesel (54. Eder), Lorenz, Kind, Barth, Schlüchtermann (83. Soueidan), Gnieser