Steven Niesel steht Rede und Antwort Drucken
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Geschrieben von: Gregor Schoenecker   
Mittwoch, den 18. September 2019 um 09:15 Uhr

Vereinsinfo

Zu unserem Mittwochs-Interview auf vflhalle96.de begrüßen wir heute ein echtes blau-rotes "Eigengewächs" - Steven Niesel schnürt seit der C-Jugend (2012) die Fußballschuhe für unseren VfL Halle 96, nachdem er 7 Jahre lang im Nachwuchs des Halleschen FC kickte. Er hat es als einer der wenigen Nachwuchsspieler geschafft, sich im Oberligakader des Teams von Cheftrainer René Behring festzuspielen und ist damit vielleicht so etwas wie DIE Identifikationsfigur für alle aktiven Spieler im Verein. In der laufenden Saison stehen nach 6 Pflichtspielen auch 6 Einsätze auf dem Zettel.

Hallo Steven, zunächst einmal Danke und gleich zur ersten Frage – bist Du jetzt Stammspieler?

Zunächst einmal  Danke für das Interview. Natürlich freue ich mich sehr, dass ich bis jetzt in jedem Spiel auf dem Platz stehen durfte, davon sogar 3 mal in der Startelf. Als Stammspieler würde ich mich jedoch nicht zwingend bezeichnen, dafür ist der Zeitpunkt in der Saison noch zu früh. Ich bin diese Saison zum Glück verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen, was mir die letzten Jahre leider nicht gelungen ist.
In der Sommerpause habe ich, mithilfe eines inidviduellen Trainingsplans,  viel an mir gearbeitet, mit dem  Ziel, mehr Spielzeit zu bekommen. Das es so schnell klappt, freut mich natürlich sehr. Dennoch ist die Konkurrenzsituation innerhalb der Mannschaft sehr groß, weshalb ich mich nicht auf den Leistungen ausruhen werde sondern versuche, sie konstant Woche für Woche auf den Platz zu bringen.

Du musstest jetzt etwas länger auf regelmäßige Einsatzzeiten im Team warten. Wir groß ist der Sprung aus dem Nachwuchs in den Erwachsenenbereich? Warum hast Du es geschafft?
Mit 16 gab mir Lars Holtmann das erste Mal die Chance, bei den Männern mitzutrainieren. Mit 17 war ich fester Bestandteil beim Training der Männer, die Spiele habe ich weiterhin in der U19 absolviert. Ich war stolz, bereits in diesem Alter die Möglichkeit zu bekommen, ein wenig Männerluft zu schnuppern. Dafür bin ich sehr dankbar. Der Sprung vom Nachwuchs in den Männerbereich ist meiner Meinung nach sehr schwer. Gerade körperlich werden im Männerbereich ganz andere Anforderungen gestellt. Ich wollte den Sprung unbedingt schaffen, dafür war viel Ehrgeiz, Disziplin und der absolute Wille erforderlich. Ich habe stets alles dem Fußball untergeordnet. Lernen war für mich nie ein Grund, das Training zu verpassen. Auch der eine oder andere erfahrene Spieler hat mir in manchen Situationen weitergeholfen.

Was war für Dich neu, als Du in das Oberligateam gekommen bist?
Einerseits natürlich die körperliche Härte, die im Männerfußball dazu gehört. Auch die Trainingsbelastung war weitaus höher als im Jugendbereich. Doch auch der teilweise etwas raue Umgang war neu für mich. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen.

Wie beschreibst Du die Anforderungen, die der Trainer (René Behring, Anm. d. Red.) an seine Spieler stellt?
Werte wie Disziplin und  Verlässlichkeit spielen eine große Rolle. Die Spieler sollen den unbedingten Willen haben, in jedem Training und jedem Spiel an ihre persönliche Leistungsgrenze zu gehen. Selbst wenn eine Aktion misslingt, geht es weiter. Ihm ist wichtig, dass wir selbstbewusst auf dem Platz stehen. Wir sind keine Gruppe von Individualisten sondern sind ein Team, bei dem jeder bereit ist, den Fehler des Anderen auszubügeln.

Wie würdest Du den Teamgeist in der Oberligamannschaft beschreiben und was macht das Team besonders?
Ich habe das Gefühl, dass wir als Team in dieser Saison sehr eng zusammenstehen. Wir gehen offen und ehrlich miteinander um, die "neuen" Spieler haben sich sehr schnell integriert und fühlen sich wohl. Man könnte denken, wir spielen schon länger zusammen. Jeder kommt gut mit Jedem klar, dass halte ich für sehr besonders.

Eine Frage aus unserer Fanszene, die dort scheinbar jedem auf den Lippen brennt – Wie heißt das Lieblingsgetränk von Steven Niesel?
Vermutlich ist die Frage so interessant, weil bekannt ist, dass ich keinen Alkohol trinke. Unter der Woche wird natürlich fast ausschließlich Wasser getrunken. Wenn andere zum Bier greifen, nehme ich aber lieber einen "süßen Krabbler" (Fassbrause).

Wo spielt Steven Niesel im Jahr 2025?
Da ich auch in der Zukunft meinen Lebensmittelpunkt in Halle sehe, hoffe ich auch 2025 noch für den VfL spielen zu können, vielleicht ja als Stammspieler.

Unsere abschließende Frage an Dich lautet: Was wünschst Du dem VfL Halle 96?
Ich wünsche dem VfL eine tolle Saison, bei der wir uns im gesicherten Mittelfeld bewegen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Da mir der VfL nach all der Zeit sehr am Herzen liegt und für mich wie eine zweite Familie ist, hoffe ich, dass der VfL auch weiterhin sportlich erfolgreich ist. Ganz wichtig dafür ist der Rückhalt der Fans und die Unterstützung und das Engagement aller Verantwortlichen, auch außerhalb der Mannschaft.

Vielen Dank für das Interview, Steven. Bleib gesund und alles Gute für die laufende Saison!