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Schwere Geburt zum persönlichen Finale vom Senor PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Dienstag, den 03. April 2012 um 11:07 Uhr

Es waren seine letzten vier Minuten im Dress der 96er, welche noch zu spielen waren, als Benito Baez Ayala im Strafraum des FSV 63 Luckenwalde zum Abschluss kommt, das Torkreuz trifft und Spielleiter Gunnar Stary (Dresden) im Anschluss an diese Aktion auf den Strafstoßpunkt zeigt (86.). Ayala nach dem Spiel zu dieser Szene: "Ich verspürte beim Schussversuch eine leichte Berührung, wollte das Tor aber unbedingt machen und ließ mich daher nicht fallen. Der Schiri hat wohl einen eventuellen Vorteil abgewartet und erst dann gepfiffen. Am Ende alles richtig gemacht."

Zur fälligen Ausführung trat Sebastian Markowitz an. Den schwach getretenen Ball kann FSV-Hüter Busch nicht festhalten, Patrick Selle schaltet am schnellsten und nagelt im Nachschuss den Ball aus knapp fünf Metern Torentfernung unter den Querbalken zum 1:0 und damit zur Spielentscheidung (87.). Bereits weit davor hätte der vor Spielbeginn verabschiedete Ayala zum uneingeschränkten Helden des Spiels werden können. Nach mustergültiger Vorbereitung durch Stephan Neigenfink, will es der Deutsch-Kubaner auf Höhe Torraumgrenze zu genau machen und zielt am zweiten Pfosten knapp vorbei (18.).

Ein erster Hinweis auf eine Schwäche des VfL, welche sich auch in diesem Spiel deutlich zeigen sollte, mangelnde Chancenverwertung. Ansonsten konnte man bei den Hausherren eine immer besser greifende Spielkonzeption, mit vielen gelungenen Spielzügen erkennen. Und was diesmal nicht komplett gelingen wollte war sicher auch dem starken Wind geschuldet, welcher manchem gespielten Ball überraschende Richtungsänderungen verlieh. Nicht so, als Selle im Luckenwalder 16er von Gästekapitän Bitzka von den Beinen geholt wird und Stary keine andere Entscheidung bleibt und folgerichtig zum erstenmal auf den ominösen Punkt zeigt (55.).

Neigenfink vergibt diese gute Möglichkeit jedoch einigermaßen kläglich, Busch ohne Probleme das Spielgerät festzuhalten (56.). Nach dem bisherigen Spielverlauf fast schon ein Stück Tragik, hatten doch die diesmal himmelblau gewandeten Blau-Roten Spiel und Gegner weitgehend unter eigener Kontrolle. Die wenigen Torgelegenheiten der Nachtigall- Schützlinge wurden entweder zu schwach und ungenau abgeschlossen oder wurden zur sicheren Beute des wieder auf Höhe der Situation befindlichen Rene Hartleib im Tor der "Zoologen".

Mag das Zustandekommen des Erfolgs am Ende auch etwas glücklich gewesen sein, verdient war es aufgrund der größeren Spielanteile allemal. So befand auch 96-Coach Lars Holtmann vollkommen zu Recht, "dass am Ende niemand nach dem Wie fragt. Ich habe heute wieder ein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen und freue mich, dass sie sich diesmal belohnt hat." Und der Senor? Verabschiedetet sich nach Spielschluss als Uffta-Vorsänger, sagte Tschüß zur Mannschaft und düste nach Leipzig, von wo es tags darauf in Richtung Stuttgart in einen neuen beruflichen und persönlichen Lebensabschnitt ging.
Adios y Muchas Gracias!

VfL Halle 96 - FSV 63 Luckenwalde ... 1:0 (0:0)

Torfolge: 1:0 Patrick Selle (87.)

Zuschauer: 70 (zahlende)