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Tabelle

Remis im Spitzenspiel PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Montag, den 16. September 2019 um 05:36 Uhr

Nullnummer der guten Sorte – Schlüchtermann früh verletzt – Stamer rückt ins Tor

Spielbericht

Am Ende eines der wohl letzten sonnig – angenehmen Samstage war man sich im „HWG – Stadion am Zoo“ schnell einig, dass ein Fußballspiel auch einmal ganz ohne Tore eine gewisse Faszination ausstrahlen kann. Dazu trugen im Spitzenspiel des Wochenendes Gastgeber und Tabellenfünfter VfL Halle 96 sowie der Gast und Tabellenführer vom FC Eilenburg ihre Anteile bei. Im Aufeinandertreffen der zwei blau – roten Vereine ging es dann auch ohne großes Abtasten recht schnell zur Sache. Der Einstieg in das Spiel war allerdings zuerst ein Schmerzhafter. Sven Schlüchtermann stürzt im Zuge einer Balleroberung so unglücklich auf die Hand, dass er mit ausgekugelten Daumen früh vom Platz runter und den Weg in ärztliche Obhut antreten musste (5.). Physiotherapeutin Judith Soden konnte nach Spielschluss jedoch Entwarnung geben: „Zum Glück nichts Schlimmes.“

Den ersten Hingucker des Spiels inszenierten die Gäste, platzierten da aber bereits Max Stamer auf der Listung der Hauptdarsteller, als Stamer in einer 1:1 – Szene seinem Gegenspieler den Ball vom Fuß pflückte (6.). Der erste gelungene Angriffszug des Spiels für die Gastgeber folgte unmittelbar danach. Linus Lorenz schickt Nils Morten Bolz auf der linken Außenbahn auf die Reise, der flankt halbhoch vor das FCE – Tor wo dann Adel Aljindo mit effektvoller Flugkopfballeinlage scheitert. Der Ball tippt auf und verabschiedet sich über das Tor in den Ballfang (8.). Die Antwort der Gäste nur wenige Minuten später. Tim Bunge knallt einen Freistoß aus gut und gern 25 Metern mittig auf das von Stamer gehütete VfL – Tor und der Schnapper der 96er hat mit dem aufsetzenden Spielgerät Mühe, kann aber zum Eckstoß abwehren (14.). Danach sehen die 122 Augenzeugen Abschlussversuche beider Seiten in einem fast steten Wechsel. Erst trifft Bolz die Kugel aus etwa 17 Meter Torentfernung nicht voll, FCE - Hüter Andreas Naumann hat keine Mühe (19.). Dann setzt Bunge zum Versuch eines Hebers an und zielt weit über das Tor der 96er (24.). Ein Abschluss aus Nahdistanz von Alexander Vogel wird geblockt (26.), bevor Arnold Schunke nach einem Freistoß per Kopf das Tor knapp verfehlt (28.). Wenige Minuten später legt sich Bunge den Ball zu einem Freistoß in zentraler Position, circa 17 Meter vom 96 – Tor weg, zurecht. Die Ausführung erfolgt scharf und platziert in Richtung oberer Torwinkel des 2. Pfostens und Stamer kratzt das Geschoss mit ganz starker Aktion aus dem Eck (32.)! Der anschließende Eckstoß brachte Nichts ein. Kurz vor der Pause erhält Konstantin Eder halbrechts im 16er den Ball und versucht einen Heber aus der Drehung. Im Ergebnis kann Naumann den Ball aufnehmen (43.).

Nach Wideranpfiff spielt Emilio Monteiro Luis das Spielgerät von links flach und scharf vor das Tor der Blau – Roten, wird abgefälscht und trudelt am Tor vorbei zu einem weiteren Eckstoß von insgesamt 10 des FCE (50.). Dann ist es der Ex – 96er Sebastian Heidel welcher aus der Distanz abschließt und Stamer mit dem flatternden Aufsetzerball vor Probleme stellt, jedoch ohne zählbaren Erfolg bleibt (55.). Im Gegenzug setzt Gino Böhne mit langem Diagonalball Giorkaki Tsipi halblinks in Szene. Der in 96 – Diensten stehende Grieche lädt an der Strafraumkante einen Gegenspieler zu einer Runde Sirtaki, schließt flach ab aber Naumann zeigt sich auf dem Posten (57.). Das Gleiche Resultat zeigt sich nach einem Schussversuch durch Eder von der Strafraumkante (62.). Glück dann für die Blau – Roten nur 2 Minuten später. Der kurz zuvor eingewechselte Dennis Klitscher wehrt einen Schuss von E.M. Luis auf der Torlinie ab, klärt zu einem Eckstoß (64.). Lorenz geht im Anschluss über die linke Seite in die Box der Gäste, schließt auf den 1 Pfosten ab, wo Naumann erneut eine mögliche VfL – Führung verhindern kann (66.), Ein Eder – Kopfball aus dem Gewühl heraus nach Eckstoß, kann ebenfalls durch Naumann entschärft werden (71.). Da auch im weiteren Spielverlauf die Dominanz der Defensivabteilungen weiter anhielt, endete das Spitzenspiel des Tages am Ende fast zwangsläufig 0:0. Wer damit nun besser Leben kann sei einmal dahingestellt.

Es war jedenfalls eine Nullnummer der attraktiven Sorte mit zwei Mannschaften die gewinnen wollten, die wenigen Chancen aber nicht für sich nutzen konnten oder, wie vor allem in Persona Stamer, individuell starken Momenten einfach unterlegen waren. Die Mannschaft der 96er präsentierte sich gegen einen spielstarken und physisch sehr präsenten FC Eilenburg jederzeit auf der Höhe und bot in einem nicht einfachen Spiel eine höchst strukturierte Vorstellung, garniert mit gelungenen Spielzügen und zeigte sich nach dem Ausscheiden im Landespokal auch in psychisch guter Verfassung.

In der Zusammenfassung und mit allen Stimmen zum Geschehen, kann man sich die Begegnung ab Dienstag, 17.9.2019, bei TV Halle in der Sendung „Hallo Halle“, 18:00 Uhr und dann stündlich, ansehen. Der Sender kann in der Stadt Halle über das Kabel-Netz oder weltweit per LiveStream auf der Webseite verfolgt werden.

Der VfL spielte mit: Stamer, Böhne, Bolz, Aljindo, Zimmer (63. Klitscher), Schunke, Eder, Niesel (80. König), Lorenz, Tsipi, Schlüchtermann (5. Jaskola)

Zuschauer: 122 (Zahlende)