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VfL96 und Pokal, irgendetwas passt da nicht mehr PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Montag, den 09. September 2019 um 05:57 Uhr

Fünftes frühzeitiges Aus in Serie – Falsches Signal vor Spitzenspiel – Einfluss auf Saisonverlauf?

Spielbericht

Seit der letztmaligen Teilnahme an einem Finale um den sachsen-anhaltinischen Landespokal im Jahr 2015, war in diesem Wettbewerb für die Blau-Roten nicht mehr viel los. Erreichte man 2015/2016 immerhin noch das Viertelfinale und schied hier gegen Drittligist 1.FC Magdeburg aus, wurden die siegenden Kontrahenten später gleich- beziehungsweise in den Wettbewerben der letzten 3 Jahre sogar unterklassig. Unterlag man in 2017/2018 nach desaströser Vorstellung hochverdient beim BSV Halle- Ammendorf (0:3) im damaligen Achtelfinale, hieß die vorjährige Endstation im Viertelfinale Stendal (1:5). Nicht das man hierbei gegen einen dominant aufspielenden Kontrahenten, so wie es das Ergebnis vermuten lässt, chancenlos war, nein, es war mehr das Produkt aus der Summe von Unzulänglichkeiten in Defensive und Offensive. Womit im Großen und Ganzen das völlig unnötige Ausscheiden aus dem aktuellen Wettbewerb beim Verbandsligisten SV Blau-Weiß Zorbau, bereits beschrieben ist.

Cheftrainer Rene Behring brachte es gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ auf den Punkt: „Wir hatten Möglichkeiten für drei Spiele. Zudem war unsere Defensive über das ganze Spiel schlampig.“ Letzteres ging dabei bereits kurz nach Anpfiff der Begegnung los. Simon Kügler gelingt gegen Arnold Schunke an der Strafraumkante eine Balleroberung und der Abschluss landet auf Höhe 2. Pfosten zum 1:0 im Tor der 96er (8.). Nach dieser frühen Führung des Außenseiters hatte der in Summe etwas mehr vom Spiel, musste aber dennoch den Ausgleich des Oberligisten hinnehmen. Und der war eindrucksvoll und zudem stark gemacht. Giorgaki Tsipi sieht SVZ-Hüter Oliver Arendt zu weit vor seinem Tor und erzielt aus gut 20 Metern mit einem Heber in den oberen Torwinkel den Ausgleich zum 1:1 (27.). Nur 5 Minuten später ging 96 dann sogar in Führung. Komplett allein gelassen knallt Julius König den Ball flach und scharf zum 1:2 in das Tor der Gastgeber (32.). Mit diesem Resultat war dann auch der Halbzeitstand erreicht und eine gute Ausgangsposition für den 2. Spielabschnitt geschaffen.

In diesem verschafften sich die Blau-Roten dann auch die Hoheit über das Spiel, konnten daraus aber kein Kapital für sich erzielen. Im Gegenteil! Aus 2 Standards resultierend, konnten die Gastgeber das Spiel noch zu ihren Gunsten drehen. Sebastin Konik drückt nach einem Freistoß das Spielgerät aus Nahdistanz in das von Nicolas Waite gehütete VfL-Tor zum 2:2 (63.). Als sich dann alle bereits auf eine Verlängerung eingestellt hatten, traf John Winkler mit einem Freistoß aus gut 25 Metern in den oberen Torwinkel zum 3:2 Endstand (90.). Mit dieser absolut unbefriedigenden Situation kommt natürlich die Frage auf, ob es durch das komplett unnötige Ausscheiden aus dem Landespokal nun zu einem Abschwung in einer bislang doch sehr ordentlich verlaufenden Punktspielsaison kommt. Das eigene Selbstbewusstsein dürfte jedenfalls nicht fester geworden sein und am kommenden Samstag, 14.9. 2019, 14:00 Uhr, gastiert Tabellenführer FC Eilenburg im „HWG-Stadion am Zoo“ zum fälligen Spitzenspiel in der NOFV Oberliga-Süd.

Der VfL spielte mit: Waite, Böhne, Lorenz, Englich, Schunke, Shoshi (80. Eder), Klitscher (46. Zimmer), Aljindo, Jaskola (59. Niesel), König, Tsipi

Zuschauer: 120 (ca. 20 Gäste, 1 Huhn)