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Interview mit Oberliga-Kapitän Arnold Schunke PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Gregor Schoenecker   
Mittwoch, den 04. September 2019 um 09:47 Uhr

Vereinsinfo

Unser erster Interviewpartner der Saison 2019/20 aus der 1. Herrenmannschaft ist Arnold Schunke. Der gebürtige Nebraer kam über den HFC, Halberstadt und die 2. Mannschaft des KSC im Jahr 2017 zum VfL Halle und führt die Mannschaft in dieser Saison als Kapitän auf das Spielfeld. Der Innenverteidiger ist eine verlässliche Säule in der Hintermannschaft der Mannschaft und einer der Garanten für den besten Saisonstart der Geschichte seit Amtsantritt des Trainers René Behring.

 Hallo Arnold und vielen Dank, dass Du uns für dieses kurze Interview zur Verfügung stehst. Kommen wir gleich zum Eingemachten. Neun Punkte aus vier Ligaspielen, dazu die 1. Runde im Pokal souverän gemeistert und schon vorher eine recht erfolgreiche Vorbereitung. Wie bewertest Du den Start in die neue Saison?

Die Vorbereitung sollte man nicht überbewerten, da wir ausschließlich gegen unterklassige Testspielgegner aktiv waren und zudem nahezu in keiner Phase mit dem kompletten Kader agieren konnten. Handverletzungen und Urlaubsreisen der einzelnen Spieler machten dies kaum möglich. Es war auch für mich neu mit meinem Innenverteidigerpartner erst am 1. Spieltag zusammen zu spielen. So eine Konstellation habe ich vorher, egal ob in Halle,Halberstadt oder Karlsruhe, auch noch nicht erlebt. Allerdings haben wir am ersten Spieltag für eine Überraschung gegen Inter Leipzig gesorgt, die wahrscheinlich auch der eine oder andere Zuschauer nicht für möglich hielt. Dieses positive Erlebnis, zum Pflichtspielstart vor unseren eigenen Anhängern, hat der gesamten Mannschaft Sicherheit gegeben, die man bei den Siegen gegen Jena II und Rudolstadt, aber auch in der ersten Hälfte in Neugersdorf spüren konnte. Neun Punkte aus vier Spielen sind ein super Anfang für die neue Oberliga-Spielzeit. Allerdings auch nur ein Anfang. Ich bin guter Dinge, dass noch etliche Punkte folgen werden.


Welchen Anteil haben die neuen Spieler aus Deiner Sicht am bisherigen Verlauf, wie haben sie sich integriert und wie schätzt Du die Leistungsstärke der Mannschaft in dieser Spielzeit ein?

Dieser soeben angesprochene positive Start kann sich auf die gesamte Saison auswirken oder aber nach wenigen Spielen verpuffen. Mit den Neuzugängen haben wir allerdings nicht nur spielerisch sondern auch menschlich Verstärkung erhalten, was mich zuversichtlich stimmt. Die Integration der neuen Spieler hat, so wie in den vergangenen Jahren auch, keine Probleme bereitet. Spätestens wenn sie ihr Gesangstalent beim ersten Mannschaftsabend zur Schau stellen, sind auch die letzten Berührungsängste verflogen. Auch dieses Jahr können wir wieder auf erfahrene Fußballer, wie Sven Schlüchtermann, die schon Einiges in ihrer Karriere erlebt haben, bauen. Im Gegensatz dazu stehen die "jungen Wilden", die zum Teil ihre erste oder zweite Saison im Männerfußball bestreiten. Das technisch/ taktische Level stimmt also und was mir auf längere Sicht noch wichtiger erscheint, vor allem in Phasen in denen es mal nicht so läuft; die Charaktere in dieser Mannschaft sind stimmig. Vom ersten Trainingstag an herrschte ein gutes Klima in der Kabine und auf dem Platz, was vor allem den neuen, jungen Spielern bei der Integration und Entwicklung hilft.

 

Als Kapitän stehst Du in der Mannschaftshierarchie ganz oben – wie füllst Du die Rolle aus und was ist für Dich für ein funktionierendes Team wichtig?

Die Rolle des Kapitäns durfte ich in der vergangenen Saison schon öfter einnehmen. Ab dieser Saison wird mir nun die Ehre zu Teil, mit 23 Jahren, Kapitän einer gestandenen Oberligamannschaft zu sein. Dies macht mich vor allem Stolz, allerdings bin ich mir auch der Verantwortung bewusst. Auf dem Platz sehe ich meine Aufgabe darin, die Mannschaft zu den nächsten drei Punkten zu führen. Aufgrund meiner momentanen Position als Innenverteidiger sind Tore, die zum Sieg führen, eher die Ausnahme. Jedoch habe ich die Möglichkeit meinen Vordermännern Anweisungen zu geben und dafür zu sorgen, dass die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen stimmen. Neben dem Platz versuche ich zusammen mit unserem Trainerteam, Holger und Judith, sowie dem Mannschaftsrat für einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb zu sorgen. Erst wenn möglichst wenige störende Faktoren bei der Mannschaft ankommen, kann sie in Ruhe arbeiten und somit erfolgreich funktionieren.

 

Seit 2017 schnürst Du die Fußballschuhe in über 50 Partien für den VfL Halle 96, bist sozusagen einer der alten Hasen im Team und doch noch sehr jung. Was hat Dich hier bisher am meisten geprägt?

Wenn man als neuer Spieler zum Vfl Halle 96 e.V. wechselt, dann kommt man in eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Leute, die hier arbeiten oder ihr Ehrenamt verüben, sind mit Herzblut dabei und stecken Andere ziemlich schnell damit an. Das Gefühl, Teil dieses Vereins zu sein macht mich stolz. Alleine infrastrukturell herrscht auf Grund des geschichtsträchtigen Stadions eine Menge Charme, der zusätzlich zu jedem Heimspiel, von unseren treuen und eloquenten Fans, weiter mit Leben gefüllt wird. Desweiteren ist dies nun meine dritte Saison am Zoo, wobei immer wieder Freundschaften entstanden sind, die einen für immer mit der gemeinsamen Zeit beim Vfl verbinden. Mit den beiden ehemaligen Spielern Tom Renner und Stephan Schammer, die mich damals auch als neuen Spieler aus Karlsruhe aufnahmen, habe ich heute noch Kontakt und pflege die Freundschaft.

 

Was macht Dir besonders Mut, dass die Saison sportlich, vielleicht auch im Gegensatz zu den letzten beiden Spielzeiten erfolgreicher verläuft?

Wie schon bereits erwähnt haben wir auch dieses Jahr, meiner Meinung nach, eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Oberliga, bei der das technisch/taktische Grundgerüst stimmt und in der das Klima gut ist. Von daher werden wir immer wieder in der Lage sein Punkte zu holen, um uns möglichst schnell von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Das ist das primäre Ziel.

 

Der Verein befindet sich seit 2 Jahren im strukturellen Umbruch, stellt sich personell gerade neu auf und damit auch die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Unsere neue abschließende Rubrik heißt daher: Ich wünsche mir! Was wünscht Du Dir als Spieler des Vereins für den VfL Halle 96?

Ich wünsche mir für den VfL Halle 96, dass er weiterhin eine Konstante in der Oberliga und somit zweitstärkste Kraft in Halle bleibt. Außerdem ist es für einen so kultigen Verein erstrebenswert mehr als Einhundert Zuschauer auf den Rängen vorweisen zu können sowie eine möglichst lange Pokalsaison zu spielen, um  unsreren Fans mal wieder Spiele vor größerer Kulisse zu bieten.

Arnold, wir wünschen Dir und dem Team eine sportlich erfolgreiche Saison und bedanken uns für das Gespräch!