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Tabelle

Stärkste Formation im letzten Heimtest, wackeligste Vorstellung PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Mittwoch, den 31. Juli 2019 um 16:19 Uhr

VfL96 siegt im letzten Testspiel – Testspieler präsentiert sich – Kader wird voller

Spielbericht

Das die namentlich beste Formation nicht immer das beste Spiel auf den Rasen zaubert, konnte der geneigte Augenzeuge am gestrigen Abend im „HWG – Stadion am Zoo“ als Bestätigung, Neuheit oder Was auch immer für sich verbuchen. Wenige Tage vor dem Start in die Oberligasaison 2019/2020 taten sich die Blau – Roten jedenfalls schwer gegen den sächsischen Landesklassisten SV Lipsia 93 Leipzig – Eutritzsch. Nicht das knappe 2:1 war dabei die Hauptaussage welche von der Anzeigetafel in den Sommerabend leuchtete, sondern das im Vergleich zu den Spielen gegen Dölau, Delitzsch und Westerhausen (jeweils 4:0) diesmal recht zähe Agieren der 96er. Da war der Start in die Begegnung eventuell sogar der Fingerzeig, was da so alles Kommen sollte.

Der erste ernsthafte Angriff der Leipziger wurde mit einem Lupfball durch Lucian Unger abgeschlossen, Sven Schlüchtermann rettet auf der Linie (5.). Eine verunglückte Abwehr per Kopf durch den eher klein gewachsenen Adel Aljindo landet bei David Wadewitz, dessen Abschluss über das 96 – Tor rauscht (7.). Danach nahmen zwar die Torgelegenheiten für den Oberligisten zu, doch weder Julius König (Torwart), Niels Morten Bolz (Lattenkreuz, Torwart), Schlüchtermann (Torwart), Blerand Shoshi (Ball nicht voll getroffen) waren mit ihren Abschlüssen erfolgreich (19.,19.,25.,37.,43.). So ging es erstmals in einem Heimtest torlos in die Pause.

Kurz nach Wideranpfiff dann aber doch die Führung für die 96er. Giorgaki Tsipi schließt rechts im 16er ab, Lipsia – Hüter Alexander Riedel kann den Ball nicht festhalten, Bolz ist zur Stelle und bedankt sich aus Nahdistanz mit dem 1:0 (51.). Nur 10 Minuten später das 2:0 . Der eingewechselte aus der hauseigenen U19 in den Oberligakader gewechselte Jonas Meyer passt zu Konstantin Eder in die Box und Eder schiebt flach am 1.Pfosten zur Resultaterhöhung ein (61.). Wer jetzt allerdings annahm das jetzt das Spiel gegessen sei, musste sich eines Besseren belehren lassen, denn nur 120 Sekunden später traf Maximilian Stöckmann zum 2:1 – Anschlusstreffer (63.). Da freute sich auch der Fahnenschwenker einer kleinen Gruppe Gästefans. Die wären sicher emotional richtig aufgeladen gewesen, nachdem der weit aus seinem Tor geeilte Nicolas Waite die Kugel in das Seitenaus geklärt hatte, ein schneller Einwurf mit verbundenem Abschluss auf das leere Tor folgte. Zum Glück für den VfL 96 kullerte das Spielgerät jedoch am 2. Pfosten vorbei, wenn auch einigermaßen knapp (77.). Nach einer Ballstafette über Tsipi, Bolz und Eder, verzog Aljindo mit Seitfallzieher (82.). Den Schlusspunkt setzte der älteste Fußballverein Sachsens in Person von Pham Duc Sein. Mit einem Steckball in die Zentrale auf Reise geschickt, schiebt Duc Sein den Ball am winkelverkürzenden Waite aber auch am Tor vorbei (88.).

Somit gehen die 96er zumindest mit dem guten Gefühl eines Erfolgs in den Saisonauftakt am kommenden Samstag, 3.8.2019, 15:00 Uhr. Das dabei mit dem FC International Leipzig ein völlig anderes Kaliber zu bespielen ist als es in den Testspielen der Fall gewesen ist, dafür bedarf es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine großen prophetischen Gaben und Eingebungen. Dieser bedarf es weiterhin auch nicht zu der Erkenntnis, dass der „Club der Handversehrten“ (Benjamin Gnieser, Dennis Klitscher, Linus Lorenz) den Auftakt lediglich von der Tribüne erleben kann. Gleichermaßen nicht gut für Betroffene und Mannschaft.

Der VfL spielte mit: Stamer (46. Waite), Aljindo, Testspieler, Shoshi, König (56. Meyer), Eder, Zimmer (56. Schwarzer), Schunke (25. Niesel), Bolz, Tsipi, Schlüchtermann (56. Englich)