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VfL macht in der Vorbereitung weiter Spaß PDF Drucken E-Mail
1.Mannschaft
Geschrieben von: Andreas Jahnecke   
Montag, den 29. Juli 2019 um 05:59 Uhr

Erneutes 4:0 – Erneut fehlten 7 Spieler – „Wackere 13“ überzeugen auch mit viel Willen

Spielbericht

Von der Ligazugehörigkeit und Endplatzierung der vergangenen Saison ausgehend, stellte der SV 1890 Westerhausen so etwas wie den stärksten Herausforderer für die Testspielserie von Oberligist VfL Halle 96 dar. Am Ende des gestrigen Spiels leuchtete jedoch wiederum ein 4:0, vorher bereits gegen Dölau und Delitzsch,  in das tropisch aufgeheizte „HWG – Stadion am Zoo“. Zu erwarten war das dabei freilich nicht zwingend konnte man hier und da hören, wenn man die eigenen Ohren offen hielt.

Mit einer solchen Erwartungshaltung kam sicher auch nicht Carsten Hensel, Sportchef bei Auftaktkontrahent Inter Leipzig, auf Besuch in Deutschlands ältestes Stadion in Vereinsbesitz um ein waches Auge auf die 96er zu werfen. Dabei bekam er, wie auch alle anderen Augenzeugen eine Rumpfmannschaft der Blau – Roten zu Gesicht, welche in Summe zu überzeugen vermochte. Mit gerade einmal 13 Spielern, Gnieser, Schunke, Englich, Eder, Lorenz, Dabel und Klitscher fehlten aus unterschiedlichen Gründen, musste Cheftrainer Rene Behring in diesem Spiel auskommen. Dazu kam noch das allein 7 Spieler am Vortag in Berlin bei einem Finalturnier aktiv gewesen sind und somit einer Doppelbelastung ausgesetzt gewesen waren. Für die gegebenen Rahmenbedingungen Doppelbelastung, Ausfälle und Hitze sah man dann aber eine VfL – Mannschaft welche mit einer hoch respektablen Willensleistung aufwartete und dabei auch noch über weite Strecken  spielerisch zu Gefallen wussten.

Den Auftakt der heißen Phase gab es bereits nach 10 Minuten, als Sven Schlüchtermann aus etwa 12 Metern nur den Außenpfosten des Tores der Harzer traf. Danach hatte Niels Morten Bolz gleich 3 mal die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch an SVW – Hüter Romolu Alexandre Silva Rios oder zielte zu genau (15., 16., 19.). Der diesmal das 96 – Tor hütende Rückkehrer Max Stamer musste dann 2 mal in 1:1 – Situationen hellwach sein und war es dann auch gegen Victor Ramon Roldan Arias und Jeferson Borges Carvalho (20., 28.). Die Führung erzielten dann doch die Gastgeber. Schlüchtermann erhält auf Höhe 5 – Meter – Raum den Ball, tanzt einen Gegenspieler aus und erzielt halb aus der Drehung das 1:0 (31.). Kurz danach bereits das 2:0 . Balleroberung Julius König, diagonal zu Bolz, der im 16er weiter auf Blerand Shoshi und das finale Zuspiel vollendet König halbhoch in Richtung 2. Pfosten (33.). Gegen einen Abschluss von Borges Carvalho aus Nahdistanz hat Stamer etwas, stellt die Ecke zu und verhindert so den möglichen Anschlusstreffer (41.). Den 3:0 – Pausenstand erzielt per Kopf Gino Böhne, nach Eckstoß durch Giorgaki Tsipi (44.).

Nach der Pause macht sich der Kräfteverschleiß bei den Blau – Roten dann Schritt für Schritt bemerkbar. Die Flüssigkeit des Spiels ging etwas verloren, die Konzentration lies nach und damit stieg dann auch die Fehlpassquote an. Alles verständliche Dinge, zudem der Wille ungebrochen sichtbar gewesen ist und so manch gelungene Aktion trotzdem noch stattfand. So schlenzt Tsipi, fast auf der Grundlinie stehend, die Kugel an den Querbalken (73.) des WSV – Tores. Eine Kombination Shoshi, Tspipi mit Hackenableger auf den Passgeber zurück, wobei sich Shoshi dann in der Box fest rennt (75.). Und wenn es doch noch eines Beweises für den Willensaufwand der 96er bedurfte, die Entstehung und Ausführung des 4:0 – Endstandes lieferte diesen. Nach weitem Diagonalball geht König ins Laufduell mit einem Westerhäuser, erobert die Kugel auf der linken Außenbahn auf Höhe Grundlinie, passt auf den nachrückenden Tsipi, der geht in den Strafraum, setzt sich im Zweikampf durch und vollendet aus knapp 8 Metern überlegt (79.). Mit welchen Erkenntnissen Carsten Hensel die Heimreise angetreten hat ist nicht überliefert. Eine emotional aufgeladene und willige Heimmannschaft dürfte zum Saisonauftakt jedoch zu erwarten sein. Das vielleicht sogar die wichtigste Erkenntnis des gestrigen Spiels! Hatte man es doch nicht nur mit den bereits benannten 3 Hürden zu tun, sondern auch noch mit 2 Ärgernissen aus dem Berliner Finalturnier des Vortags. Mit Linus Lorenz gesellte sich der 3. Handverletzte in den „Club der Handgeschädigten“ und „durch das verlorene Strafstoßschiessen gegen Eilenburg ist uns eine gute 4 Stellige Summe für die Mannschaftskasse entgangen“ berichtete Arnold Schunke, der dieses mal als Kameramann fungierte.

Das letzte Testspiel bestreitet der VfL Halle 96 bereits am morgigen Dienstag, 30.7.2019 . Ab 19:00 Uhr gastiert dann mit dem SV Lipsia 93 Leipzig – Eutritzsch der älteste Fußballverein Sachsens im „HWG – Stadion am Zoo“. Aktuell spielen die Gäste in der Landesklasse Nord.

Der VfL spielte mit: Stamer (70. Waite), Böhne, Aljindo, Shoshi, König, Zimmer, Bolz, Niesel, Tsipi (90. Kowalski), Schlüchtermann, Kowalski (56. Schwarz)